Der Caring Companion ist aus einer einfachen Frage entstanden: Wie kann Fürsorge getragen werden – nicht nur als Idee, sondern als etwas, das man wirklich berühren, spüren und mitnehmen kann?
So wuchs die Vorstellung einer tragbaren textile Figur, die sich wie ein Gegenüber anfühlt: präsent, weich, ansprechbar.
Ihre langen Arme – der „рукошарф“ – sind mit warmer Wolle gefüllt. Legt man sie um sich, entsteht eine spürbare Umarmung, eine angenehme Schwere. Die leichten Beine dagegen erinnern daran, dass Wege leichter werden können, wenn jemand mitgeht.
Im Rumpf der Figur, der wie ein Rucksack getragen wird, befindet sich ein kleiner textiler Raum – eine aufhängbare „исповідальня“. Ein Ort zum kurzen Aussteigen, Atmen und Lauschen. Ein geschützter Raum, in dem man allein sein oder zu zweit sprechen kann.
Der Companion sammelt Geschichten der Fürsorge. An der Außenseite des Raumes sind gemeinsam bedruckte und genähte Taschen angebracht, zusammen mit textilen Applikationen von Herz, Magen und Niere. Sie zeigen, wo diese Geschichten entstehen und wie sie im Körper wirken: vom Herzen ausgehend, in den Magen sinkend, bis tief in die Nieren spürbar.
So wurde der Caring Companion zu einem gemeinsamen Objekt – einem textilen Archiv von gelebter Fürsorge, geschaffen von vielen Händen.
Das Projekt “Sharing to Empower” wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.