Wir trafen uns regelmäßig, um Care gemeinsam zu erforschen und zu teilen – durch Körperarbeit, Natur sowie gemeinsames Kochen und künstlerisches Arbeiten.
Dabei teilten wir Erfahrungen und erkundeten, was Halt gibt und Verbindung schafft.
Ein Geschenk machen; etwas für andere kochen oder nähen; eine gute Suppe essen; allein im Wald sein; körperlich aktiv werden; sich um andere kümmern, weil Selbstfürsorge schwerfällt; einen Film schauen, um Abstand zu gewinnen; sich selbst umarmen oder den eigenen Körper massieren; Wärme suchen – in einer Sauna oder unter einer Decke; eine Pause machen und etwas auf morgen verschieben; gesund kochen und das Ergebnis teilen; meditieren und atmen; jemandem bewusst in die Augen schauen; die eigene Stimme entwickeln; Gerüche wahrnehmen; mit der Familie zusammenkommen; Ordnung schaffen, um Klarheit zu finden…
Diese Antworten gaben die Teilnehmenden, als wir sie fragten, was Fürsorge für sie bedeutet.
Im dritten Jahr von „Sharing to Empower“ wurde diese Vielfalt an persönlichen Erfahrungen zum Ausgangspunkt für Spaces of Care – einem Schwerpunkt, der sich dem Körper, der Stimme, der Natur und kreativen Formen des Miteinanders widmete.
Über viele Monate hinweg traf sich die Gruppe regelmäßig, um diesen persönlichen Formen von Care gemeinsam nachzugehen. Die Treffen verbanden körperliche Übungen, Stimme, Atem und Resonanz mit Gesprächen über Alltag, Erinnerungen und Belastungen. Manche Begegnungen fanden draußen statt: Kräuter sammeln, Blumen flechten, Pilze suchen, beobachten, innehalten. Andere entstanden im Atelier – beim Drucken, Nähen, Zeichnen oder beim Teilen von Erfahrungen.
„Spaces of Care“ war ein offener Rahmen, in dem Menschen ausprobieren konnten, was ihnen Halt gibt, was sie beruhigt, was Nähe schafft und was Distanz ermöglicht. Dabei ging es um Wahrnehmung, um Vertrauen in sich und in die Gruppe, um das Erkunden von Emotionen und das Wiederfinden von Stimme, Rhythmus und Präsenz.
Das Projekt “Sharing to Empower” wird gefördert von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung.